A&K Energieberatung · Wärme und Kosten im Blick
Gas sparen: Verbrauch senken und den passenden Gastarif prüfen
Die Gasrechnung steigt, obwohl Sie die Heizung schon zurückdrehen? Wenn Sie Gas sparen möchten, hilft es, Verbrauch und Tarif getrennt zu prüfen. Entscheidend sind Ihr Gebäude, die Heizungseinstellungen und der Warmwasserbedarf.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wo Sie anfangen können, wie Sie Ihre Rechnung besser verstehen und welche Maßnahmen im Alltag sinnvoll sind. Anschließend können Sie mit Ihren eigenen Zahlen prüfen, ob ein anderer Gastarif Ihre Kosten senken würde.
1. Hohe Gasrechnung? Prüfen Sie zuerst die Abrechnung
Eine Nachzahlung zeigt, dass die gezahlten Abschläge die abgerechneten Kosten nicht vollständig gedeckt haben. Ihre Ursache kann ein höherer Verbrauch, ein anderer Preis oder ein zu niedriger Abschlag sein. Nehmen Sie die aktuelle und die vorherige Rechnung zur Hand.
- Abrechnungszeitraum: Vergleichen Sie gleich lange Zeiträume. Ein Wintermonat lässt sich nicht einfach mit einem Sommermonat vergleichen.
- Zähler und Zählerstände: Passen Zählernummer, Anfangsstand und Endstand zu Ihren Unterlagen und Ablesefotos?
- Ablesung oder Schätzung: Falls geschätzt wurde, vergleichen Sie den Wert mit Ihrem dokumentierten Stand und dessen Datum. Lassen Sie größere Abweichungen klären.
- Verbrauch und Preise: Trennen Sie die Kilowattstunden von Arbeitspreis und Grundpreis.
- Zahlungen: Sind Ihre Abschläge vollständig berücksichtigt?
Warum zeigt der Gaszähler m³ und die Rechnung kWh?
Der Gaszähler misst ein Volumen in Kubikmetern. Für die Abrechnung wird dieses Volumen anhand des Brennwerts und der Zustandszahl in Kilowattstunden umgerechnet.
2. Ist Ihr Gasverbrauch tatsächlich zu hoch?
Die Personenzahl allein ist bei einer Gasheizung kein guter Maßstab. Der Heizbedarf hängt unter anderem von beheizter Fläche, Dämmung, Lage der Wohnung, Witterung und gewünschter Raumtemperatur ab. Wird auch Warmwasser mit Gas erwärmt, kommt dieser Bedarf hinzu.
Genau diese Unsicherheit findet sich in öffentlichen Fragen zum Gasverbrauch: Ein Bewohner einer kalten Altbauwohnung sucht nach Möglichkeiten, seine Rechnung zu senken. Ein solcher Erfahrungsbericht erklärt den Wunsch nach Hilfe, liefert aber keinen allgemein passenden Zielverbrauch.
Zur ersten Einordnung können Sie den Heizspiegel nutzen. Achten Sie darauf, welche Gebäudefläche und Verbrauchswerte das jeweilige Werkzeug benötigt. Der Verbrauch eines ganzen Gebäudes ist etwas anderes als der Verbrauch Ihrer Wohnung.
Wichtig für Ihre Erfolgskontrolle: Ein milderer Winter kann den Jahresverbrauch senken, auch ohne neue Sparmaßnahme. Für einen belastbaren Vergleich müssen Witterung und Änderungen der Nutzung berücksichtigt werden.
| Ihre Beobachtung | Was Sie zuerst prüfen können |
|---|---|
| Mehr Verbrauch nach einem Umzug | Gebäudezustand, Heizsystem, Wohnfläche, Warmwasserbereitung und neue Heizzeiten |
| Gasverbrauch auch im Sommer | Warmwasserbereitung und den vorgesehenen Sommerbetrieb der Anlage |
| Ein Raum bleibt kalt, andere werden sehr warm | Thermostate und Wärmeverteilung; bei anhaltendem Problem einen Fachbetrieb hinzuziehen |
| Gleicher Verbrauch, höhere Rechnung | Arbeitspreis, Grundpreis, Abrechnungszeitraum und gezahlte Abschläge |
3. Gas sparen im Alltag: Sieben sinnvolle Schritte
1. Stellen Sie die gewünschte Raumtemperatur ein
Überlegen Sie, welche Temperatur Sie in welchem Raum brauchen. Ein Thermometer hilft bei der Kontrolle. Drehen Sie das Thermostat auf die passende Einstellung statt vorsorglich auf die höchste Stufe. Ein übliches Heizkörperthermostat regelt eine Zieltemperatur; eine höhere Stufe lässt den Raum normalerweise nicht schneller warm werden.
2. Stimmen Sie Heizzeiten auf Ihren Alltag ab
Wenn Räume längere Zeit ungenutzt sind, kann eine angepasste Absenkung sinnvoll sein. Wie weit und wie lange, hängt vom Gebäude und der Heizung ab. Bei trägen Systemen wie Fußbodenheizungen ist ein anderes Zeitprogramm sinnvoll als bei schnell reagierenden Heizkörpern.
Vermeiden Sie starkes Auskühlen. Kalte Oberflächen und hohe Luftfeuchtigkeit können Schimmel begünstigen. Für Ihr Gebäude ist eine passend abgestimmte Einstellung hilfreicher als eine starre Temperaturvorgabe für alle Räume.
3. Halten Sie Heizkörper und Thermostate frei
Prüfen Sie, ob Möbel oder Vorhänge die Wärmeabgabe behindern. Der Thermostatkopf sollte die Raumtemperatur erfassen können. Staut sich dort Wärme, kann die Regelung schließen, obwohl der übrige Raum noch kühl ist.
4. Lüften Sie gezielt
Nutzen Sie in der Heizperiode einen kurzen, wirksamen Luftaustausch mit weit geöffneten Fenstern statt langem Dauerlüften auf Kipp. Die nötige Dauer und Häufigkeit hängen von Wetter, Raum und Feuchtebelastung ab. Drehen Sie Heizkörperthermostate während der kurzen Fensterlüftung zurück und stellen Sie danach wieder passend ein.
Entfernen Sie Feuchtigkeit nach Duschen und Kochen zeitnah. Halten Sie Türen zu deutlich kühleren Räumen geschlossen, damit sich dort nicht unnötig warme, feuchte Luft niederschlägt.
5. Sparen Sie Warmwasser, wenn es mit Gas erwärmt wird
Kürzere Duschzeiten und ein zur Anlage passender sparsamer Duschkopf können den Warmwasserbedarf senken. Nutzen Sie kaltes Wasser, wenn warmes nicht erforderlich ist. Wird Ihr Warmwasser elektrisch erwärmt, wirkt diese Maßnahme auf den Stromverbrauch.
Ändern Sie hygienerelevante Speichertemperaturen und Zirkulation nicht auf Verdacht. Lassen Sie den Betrieb passend zu Ihrer Trinkwasserinstallation einstellen.
6. Prüfen Sie Zugluft und Wärmeverluste
Notieren Sie auffällige Fenster, Türen und kalte Bereiche. Beschädigte Dichtungen oder bauliche Ursachen sollten gezielt geprüft werden. Vorgesehene Lüftungsöffnungen müssen erhalten bleiben. Wenn Räume trotz Heizen dauerhaft kalt sind, reicht sparsameres Verhalten allein möglicherweise nicht aus.
7. Dokumentieren Sie Ihre Änderungen
Notieren Sie Zählerstand, Datum, Witterung und Ihre geänderte Einstellung. Verändern Sie möglichst einen Punkt nach dem anderen. So erkennen Sie eher, was zum Ergebnis beigetragen hat. Eine einzelne kalte Woche ist noch kein Beleg, dass eine Maßnahme nicht funktioniert.
4. Wann sollte ein Fachbetrieb die Gasheizung prüfen?
Wenn die Wärme ungleich verteilt ist, Räume nicht ausreichend warm werden oder die Anlage auffällig läuft, lohnt sich eine fachliche Prüfung. Beschreiben Sie Ihre Beobachtungen möglichst konkret.
- Heizkurve und Betriebszeiten: Passt die Regelung zum Gebäude und zur Nutzung?
- Wärmeverteilung: Ist ein hydraulischer Abgleich sinnvoll oder sind andere Ursachen zu klären?
- Leitungen: Wo gehen außerhalb beheizter Räume unnötig Wärme und Energie verloren?
- Warmwasser: Sind Bereitung, Speicherung und Zirkulation passend eingestellt?
Arbeiten an Gasleitungen, Brenner und Abgasführung gehören in die Hände eines qualifizierten Fachbetriebs. Für die Vorbereitung genügt zunächst Ihre Liste mit Problemen und bisherigen Einstellungen.
5. Gas sparen und Gaskosten senken: Prüfen Sie auch Ihren Tarif
Weniger Verbrauch senkt bei einem üblichen Tarif die verbrauchsabhängigen Kosten. Der Grundpreis bleibt bestehen. Auch bei bereits sparsamem Verbrauch kann ein Tarifvergleich sinnvoll sein, wenn Ihr bestehender Vertrag ungünstige Preise hat.
Für einen einfachen Tarif mit konstanten Preisen gilt: Jahreskosten = Jahresverbrauch in kWh × Arbeitspreis + jährlicher Grundpreis.
Verwenden Sie beim Vergleich denselben realistischen Jahresverbrauch und die Bruttopreise. Prüfen Sie Boni und zusätzlich berechnete Entgelte gesondert.
CHECK24.net Partnerprogramm
Wir nehmen am CHECK24.net Partnerprogramm teil. Auf unseren Seiten werden iFrame-Buchungsmasken und andere Werbemittel eingebunden, an denen wir über Transaktionen, zum Beispiel durch Leads und Sales, eine Werbekostenerstattung erhalten können.
Weitere Informationen zur Datennutzung durch CHECK24.net erhalten Sie in der Datenschutzerklärung von CHECK24.net.
Werbung / Partnerlink: Bei einem Abschluss über unseren Gasvergleich können wir eine Provision erhalten.
6. Worauf sollten Sie beim Gastarifvergleich achten?
- Gesamtkosten: Arbeitspreis und Grundpreis gemeinsam vergleichen.
- Bonusbedingungen: Erstjahreskosten mit und ohne Bonus betrachten.
- Laufzeit: Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und Verlängerung prüfen.
- Preisgarantie: Welche Bestandteile und welcher Zeitraum sind abgedeckt?
- Zahlungsweise: Vorkasse und Paketangebote besonders sorgfältig prüfen.
- Erreichbarkeit: Passt die Kommunikation eines Online Tarifs zu Ihnen?
Ein einmaliger Bonus macht einen Tarif nicht automatisch dauerhaft günstig. Legen Sie einen Termin zur erneuten Prüfung fest. Prüfen Sie vor dem Abschluss die vollständigen Vertragsbedingungen und die im Vergleich verwendeten Filter.
Bei gemeinschaftlicher Zentralheizung können Mieter den Brennstofflieferanten üblicherweise nicht selbst wechseln. Fragen Sie stattdessen die Verwaltung nach der Abrechnung und möglichen Optimierungen des Gebäudebetriebs.
Gastarife vergleichen: Halten Sie diese Angaben bereit
Für einen ersten Vergleich benötigen Sie Ihre Postleitzahl und einen realistischen Jahresverbrauch in kWh. Für die Gegenüberstellung mit Ihrem bestehenden Vertrag halten Sie dessen Arbeitspreis und Grundpreis bereit. Tragen Sie keinen Wunschverbrauch ein, nur um niedrigere Abschläge angezeigt zu bekommen.
Werbung / Partnerangebot: Bei einem Abschluss über diesen Vergleich können wir eine Provision erhalten. Ob ein Wechsel günstiger ist, hängt von Ihrem Vertrag und den verfügbaren Angeboten ab.
Platz für Ihren Gasvergleich. Hier wird der Vergleichsrechner nach Erhalt Ihres Einbettungscodes eingesetzt.
Ihr erster Schritt: Ein kurzer Check statt großer Umbau
- Heute: Gasrechnung und Zählerstände prüfen. Verbrauch und Preise getrennt notieren.
- Diese Woche: Eine passende Änderung bei Raumtemperatur, Heizzeiten oder Warmwasser umsetzen und dokumentieren.
- Bei offenen Problemen: Fragen für einen Fachbetrieb oder die Verwaltung sammeln.
- Mit eigenem Gasvertrag: Die verfügbaren Tarife mit denselben Verbrauchsdaten vergleichen.
Wenn Ihre Räume trotz Heizen kalt bleiben und bauliche Maßnahmen anstehen, finden Sie auf unserer Ratgeberseite Hilfen zur Vorbereitung Ihrer Sanierungsentscheidungen. Weitere Hinweise zum Haushaltsverbrauch lesen Sie im Beitrag Strom sparen.
Häufige Fragen zum Gassparen
Kann ich Gas sparen, ohne zu frieren?
Prüfen Sie zuerst unnötige Heizzeiten, verdeckte Heizkörper, Lüftungsroutine und Warmwasserbedarf. Wie groß das Potenzial ist, hängt von Gebäude und Nutzung ab. Bei dauerhaft kalten Räumen sollten Ursachen statt weiterer Temperaturabsenkungen geprüft werden.
Sollte ich die Heizung tagsüber ganz ausschalten?
Eine angepasste Absenkung kann sinnvoll sein. Vollständiges Ausschalten passt nicht zu jedem Gebäude und Heizsystem. Berücksichtigen Sie Auskühlung, Luftfeuchtigkeit und die Zeit, die Ihre Anlage zum Wiederaufheizen benötigt.
Warum verbrauche ich im Sommer Gas?
Wenn Ihr Warmwasser mit Gas erwärmt wird, bleibt dieser Bedarf auch ohne Raumheizung bestehen. Lassen Sie bei auffälligem Verbrauch den vorgesehenen Sommerbetrieb und die Warmwasserbereitung prüfen.
Wie viel Gas verbrauchen zwei Personen normalerweise?
Ohne Angaben zu Gebäude, beheizter Fläche und Warmwasserbereitung ist eine pauschale Zahl wenig hilfreich. Für Heizgas sind diese Faktoren oft aussagekräftiger als die Personenzahl. Nutzen Sie passende Vergleichswerte und Ihre eigenen Vorjahresdaten.
Spare ich durch einen Anbieterwechsel Gas?
Bei gleicher Nutzung ändert sich der Gasverbrauch dadurch nicht. Ein günstigerer passender Vertrag kann Ihre Kosten senken. Weniger Kilowattstunden verbrauchen Sie durch angepasste Nutzung oder eine wirksame Verbesserung von Gebäude und Anlage.